New Treatment Approach Targets Stress Response Control Center

Neuer Behandlungsansatz richtet sich an das Steuerungszentrum der Stressreaktion

Stress, eine biologische Reaktion auf akute oder chronische Belastung, kann negative Auswirkungen auf unsere körperliche und mentale Gesundheit haben. Chronischer Stress wurde mit Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhter Anfälligkeit für Infektionen, Gedächtnisstörungen und Depressionen in Verbindung gebracht. Während aktuelle medizinische Behandlungen darauf abzielen, die Symptome dieser Zustände zu kontrollieren, bietet eine neue Studie, die von Forschern der ETH Zürich durchgeführt wurde, einen vielversprechenden Ansatz, der sich gezielt auf das Steuerungszentrum der Stressreaktion richtet.

Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Katharina Gapp hat einen neuen Wirkstoff entwickelt, der den Glucocorticoid-Rezeptor eliminieren kann, der eine wichtige Rolle bei der Stressreaktion spielt. Indem der Stresshormon Cortisol daran gehindert wird, die Gene zu aktivieren, die für die Stressreaktion verantwortlich sind, soll der neue Wirkstoff eine gezieltere und effektivere Behandlung für stressbedingte Erkrankungen wie chronische Depressionen ermöglichen.

Im Gegensatz zu bestehenden Medikamenten, die in den Stressregulationsprozess eingreifen, aber unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen, zielt das neue ETH-Molekül selektiv auf den Glucocorticoid-Rezeptor ab. Dies wird durch die Verwendung der Methode Proteolysis-targeting Chimera (PROTAC) erreicht, die es dem Wirkstoff ermöglicht, die Rezeptorproteine gezielt zu erkennen und einen natürlichen Abbauprozess einzuleiten.

Indem sie sich auf den Glucocorticoid-Rezeptor konzentrieren, zielen die Forscher darauf ab, die Stressreaktion in ihrem Kern zu stören und die schädlichen Auswirkungen von chronischem Stress auf den Körper zu minimieren. Die in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt das Potenzial dieses neuen Behandlungsansatzes anhand von Zellkulturen und Tierversuchen.

In Zukunft werden weitere Forschungen und klinische Studien notwendig sein, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser neuen Behandlungsstrategie zu bewerten. Die Ergebnisse bieten jedoch Hoffnung auf einen gezielteren und effizienteren Ansatz zur Behandlung von stressbedingten Erkrankungen und könnten die Verwendung von Medikamenten mit erheblichen Nebenwirkungen reduzieren.

Insgesamt liefert diese innovative Forschung eine frische Perspektive zur Behandlung von stressbedingten Erkrankungen, indem sie das Steuerungszentrum der Stressreaktion ins Visier nimmt. Obwohl noch mehr Arbeit nötig ist, birgt dieser neue Ansatz die Hoffnung, das Leben von Menschen mit chronischem Stress und den damit verbundenen Komplikationen zu verbessern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) basierend auf den Hauptthemen und Informationen des Artikels:

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