Neue Genotyping-Technologie revolutioniert die Erkennung von Covid-Varianten

Neue Genotyping-Technologie revolutioniert die Erkennung von Covid-Varianten

Eine bahnbrechende Studie der University of East Anglia und der UK Health Security Agency hat die bemerkenswerten Fähigkeiten der Genotyping-Technologie bei der Erkennung von Covid-Varianten aufgedeckt. Diese revolutionäre Technik ermöglicht eine schnellere und kostengünstigere Identifizierung neuer Varianten im Vergleich zu traditionellen Methoden des ganzen Genoms.

Der leitende Forscher Professor Iain Lake von der School of Environmental Sciences der UEA betonte die Bedeutung des Genotypings bei der prompten Erkennung und Kommunikation von Covid-Varianteinformationen an Gesundheitsfachkräfte an vorderster Front. Dies beschleunigte die Umsetzung wichtiger lokaler Kontrollmaßnahmen, einschließlich der Kontaktnachverfolgung, während des Höhepunkts der Pandemie.

Durch die Analyse von Daten aus über 115.000 Fällen, in denen Varianteninformationen verfügbar waren, zeigte das Forschungsteam die Genauigkeit der Genotyping-Ergebnisse auf. Vergleiche zwischen dem Genotyping und der Sequenzierung des gesamten Genoms zeigten, dass das Genotyping bekannte Covid-Varianten sechs Tage schneller erkannte, mit Ergebnissen, die bereits nach nur drei Tagen vorlagen, im Vergleich zu den neun Tagen, die für die Sequenzierung des gesamten Genoms benötigt wurden.

Einer der wichtigsten Vorteile des Genotypings ist seine Fähigkeit, die Anzahl der getesteten Proben für Varianten um das Neunfache zu erhöhen. Dies bedeutet, dass deutlich mehr Menschen auf potenzielle Covid-Varianten getestet werden können, was die schnelle Umsetzung lokaler Kontrollmaßnahmen wie der Kontaktnachverfolgung ermöglicht.

Professor Susan Hopkins, Chief Medical Advisor der UKHSA, betonte das breitere Potenzial des Genotypings für die Steuerung von Entscheidungen im öffentlichen Gesundheitswesen und die Krankheitskontrolle weltweit, nicht nur für Covid, sondern auch für andere Organismen bei Menschen und Tieren. Diese Technologie hat sich während der Pandemie als entscheidend erwiesen, und weitere Forschungen und Fortschritte in diesem Bereich werden unsere Bereitschaft stärken, schnell auf aufkommende Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit zu reagieren.

Die Finanzierung für diese Forschung erfolgte durch die UKHSA und das National Institute for Health and Care Research (NIHR) Health Protection Research Unit in Emergency Preparedness and Response. Die gemeinsame Anstrengung umfasste verschiedene Institutionen wie BioClavis Ltd, Thermo Fisher Scientific, NHS Test and Trace, das Department of Health & Social Care, das National Institute for Health and Care Research (NIHR), Alderley Lighthouse Labs Ltd und die University of Glasgow.

Diese Studie, die im Lancet Microbe veröffentlicht wurde, stellt einen bedeutenden Durchbruch im Kampf gegen Covid dar und legt den Grundstein für zukünftige Fortschritte in der Genotyping-Technologie für die Krankheitskontrolle und die Entscheidungsfindung im öffentlichen Gesundheitswesen im globalen Maßstab dar.

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