The Health Risks of Video Gaming: What Parents Should Know

Gesundheitsrisiken beim Videospielen: Was Eltern wissen sollten

Videospielen ist eine beliebte Aktivität bei Kindern und Jugendlichen, bereitet Eltern jedoch auch Sorgen. Laut einer Überprüfung von 14 globalen Studien mit über 50.000 Teilnehmern besteht bei Videospielern das Risiko von irreversiblen Hörverlusten und Tinnitus aufgrund von hochintensiven Lautstärken. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kinder und Jugendliche gänzlich vom Spielen abgehalten werden sollten.

Dr. Sangeet Bhullar, Gründer von WISE KIDS, betont die Bedeutung von Balance und Maßhalten. Während exzessives Spielen zu gestörtem Schlaf, erhöhter Aggressivität, Aufmerksamkeitsproblemen und Depressionen führen kann, hat das Spielen auch seine Vorteile. Es kann die Stimmung verbessern, Entspannung fördern, Ängste reduzieren und soziale sowie kognitive Fähigkeiten stärken. Die Beteiligung der Eltern ist entscheidend, insbesondere bei jüngeren Kindern, und gemeinsames Spielen kann zu einer stärkeren Bindung führen.

Dennoch ist es wichtig, dass Eltern sich der potenziellen gesundheitlichen Risiken beim Spielen bewusst sind. Hier sind einige davon:

1. Hörprobleme
Längere Belastung durch laute Spielesounds oder Musik über Kopfhörer kann bei Kindern zu permanentem Hörverlust führen. Es ist entscheidend, die Nutzung zu überwachen, insbesondere bei jüngeren Kindern, und die Verwendung von Kopfhörern mit angemessener Lautstärke zu fördern, um ihr Gehör im Laufe der Zeit zu schützen.

2. Verletzungen durch Überbeanspruchung
Überbeanspruchungsverletzungen an Händen und Armen sind bei Spielern häufig, wie das Karpaltunnelsyndrom, der „Gamer-Daumen“ und der „Auslösefinger“. Diese Erkrankungen gehen mit Entzündungen und eingeschränkter Beweglichkeit in den betroffenen Bereichen einher.

3. Adipositas
Das Spielen von Videospielen ist mit erhöhter Nahrungsaufnahme bei Jugendlichen verbunden, was zu Adipositas beiträgt. Zusätzlich verschärft stundenlanges Sitzen vor einem Bildschirm ohne körperliche Bewegung das Problem weiter.

4. Gestörter Schlaf
Das Spielen von Videospielen wurde mit Schlafentzug, Schlaflosigkeit und Störungen des zirkadianen Rhythmus in Verbindung gebracht. Es kann die Schlafenszeit verdrängen, was zu einer verkürzten Schlafdauer und verzögerten Schlafenszeiten führt und die Gesamtqualität des Schlafes beeinträchtigt.

5. Sucht
Gaming-Störungen, die durch den Kampf, die Häufigkeit des Videospielens zu kontrollieren, gekennzeichnet sind, nehmen zu. Sie können einen erheblichen Einfluss auf Kinder und ihre Familien haben, zu Schul-/Arbeitsverweigerung, Gewalttätigkeit und Familienzusammenbrüchen führen. Eine frühzeitige Identifizierung und Behandlung sind entscheidend für erfolgreiche Ergebnisse.

6. Beeinträchtigtes Wohlbefinden… oder auch nicht?
Entgegen früherer Studien legt eine Studie der Universität Oxford von 2022 nahe, dass intensive Nutzung von Videospielen nicht unbedingt zu mentalen Gesundheitsproblemen führt. Viele schulpflichtige Jugendliche, die viel Zeit mit Spielen verbringen, haben keine negativen Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden. Tatsächlich berichteten einige Vielspieler von einem höheren Wohlbefinden im Vergleich zu denen, die weniger oder überhaupt nicht spielen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Videospielen potenzielle Gesundheitsrisiken mit sich bringt, aber für Eltern ist es wichtig, eine Balance zu finden und eine offene Kommunikation mit ihren Kindern zu führen. Durch Überwachung der Nutzung, Förderung gesunder Gewohnheiten und Kenntnis der Risiken können Eltern ihre Kinder dabei unterstützen, die Vorteile des Spielens zu genießen und die potenziellen negativen Auswirkungen zu minimieren.

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