The Impact of Menstrual Cycles on Mental Health: Exploring Risk Factors

Der Einfluss des Menstruationszyklus auf die mentale Gesundheit: Erforschung von Risikofaktoren

Eine kürzlich durchgeführte Studie der University of Illinois Chicago hat Licht auf den Einfluss des Menstruationszyklus auf das tägliche Suizidrisiko geworfen. Während schon lange bekannt ist, dass hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus die Stimmung beeinflussen können, geht diese Forschung tiefer auf den Zusammenhang zwischen suizidalen Gedanken und dem Menstruationszyklus ein.

Anstatt sich auf einzelne Anekdoten zu verlassen, suchte die von der klinischen Psychologin Jaclyn Ross und dem Doktoranden Jordan Barone durchgeführte Studie nach konkreten Beweisen für den zeitlichen Verlauf von suizidalen Gedanken und Verhaltensweisen während des Menstruationszyklus. Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl suizidale Gedanken als auch Planungen in den Tagen vor der Menstruationsblutung und während der ersten Tage des Zyklus ihren Höhepunkt erreichten.

Im Gegensatz zur gängigen Annahme wurden diese Schwankungen in der Studie nicht auf hohe oder niedrige Hormonspiegel zurückgeführt. Stattdessen wird vermutet, dass bestimmte Personen Gehirne haben, die besonders empfindlich auf akute Veränderungen von Progesteron und Östrogen reagieren. Diese akuten Schwankungen, statt anhaltender Hormonspiegel, scheinen eine Schlüsselrolle bei der Auslösung solcher Emotionen zu spielen.

Das Verständnis dieser individuellen Risikoprofile ist entscheidend für eine wirksame klinische Unterstützung. Ross betont die Bedeutung der täglichen Überwachung, um die spezifischen Symptome zu identifizieren, die suizidale Gedanken verursachen. Indem der Menstruationszyklus und die damit verbundenen Risikofaktoren genau verfolgt werden, können Gesundheitsdienstleister entsprechend eingreifen und die richtigen Interventionen anbieten.

Es ist auch wichtig, das Bewusstsein bei jungen Mädchen oder Personen, die während ihrer Teenager- oder frühen Pubertätsjahre menstruieren, zu schärfen. Durch frühzeitige Aufklärung über diese Muster können wir sie befähigen, potenzielle Risiken für ihre mentale Gesundheit zu erkennen und anzugehen.

Denken Sie daran, wenn Sie selbst oder jemand, den Sie kennen, mit suizidalen Gedanken zu kämpfen hat, ist es essenziell, Hilfe und Unterstützung zu suchen. Wenden Sie sich an die National Suicide and Crisis Lifeline unter der Nummer 988, wo geschulte Fachkräfte Hilfe leisten können. Sie müssen nicht alleine damit umgehen, Unterstützung ist nur einen Anruf oder eine Textnachricht entfernt.

FAQs:

1. Auf was konzentrierte sich die kürzlich durchgeführte Studie der University of Illinois Chicago?
Die Studie konzentrierte sich auf den Einfluss des Menstruationszyklus auf das tägliche Suizidrisiko und untersuchte speziell den Zusammenhang zwischen suizidalen Gedanken und dem Menstruationszyklus.

2. Was ergab die Studie bezüglich des zeitlichen Verlaufs von suizidalen Gedanken und Verhaltensweisen während des Menstruationszyklus?
Die Studie ergab, dass sowohl suizidale Gedanken als auch Planungen in den Tagen vor der Menstruationsblutung und während der ersten Tage des Zyklus ihren Höhepunkt erreichten.

3. Was vermutet die Studie als Ursache für diese Schwankungen in suizidalen Gedanken und Verhaltensweisen?
Entgegen der gängigen Annahme wurden diese Schwankungen in der Studie nicht auf hohe oder niedrige Hormonspiegel zurückgeführt. Stattdessen wird vermutet, dass bestimmte Personen Gehirne haben, die besonders empfindlich auf akute Veränderungen von Progesteron und Östrogen reagieren.

4. Wie können Gesundheitsdienstleister basierend auf diesen Erkenntnissen wirksame klinische Unterstützung bieten?
Das Verständnis individueller Risikoprofile durch tägliche Überwachung ist entscheidend. Indem der Menstruationszyklus und die damit verbundenen Risikofaktoren genau verfolgt werden, können Gesundheitsdienstleister entsprechend eingreifen und geeignete Interventionen anbieten.

5. Was ist die Bedeutung des Bewusstseins bei jungen Mädchen oder Personen, die während ihrer Teenager- oder frühen Pubertätsjahre menstruieren?
Das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Menstruationszyklen und mentaler Gesundheit zu schärfen, kann jungen Menschen helfen, potenzielle Risiken für ihr psychisches Wohlbefinden zu erkennen und anzugehen.

Definitionen:

– Menstruationszyklus: Der wiederkehrende Prozess bei Frauen, bei dem sich ein Ei entwickelt und freigesetzt wird, sowie die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut zur Vorbereitung auf eine Schwangerschaft und deren Abstoßung, wenn keine Schwangerschaft eintritt.

– Suizidale Gedanken: Gedanken über oder Zwangsgedanken an Selbstmord, oft mit konkreten Plänen oder Methoden.

– Suizidales Verhalten: Handlungen oder Verhaltensweisen, die auf die Absicht einer Person hinweisen, sich selbst zu schaden, und potenziell zum Tod führen können.

– Progesteron: Ein Hormon, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Menstruationszyklus spielt und die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vorbereitet.

– Östrogen: Eine Gruppe von Hormonen, die eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Regulation des weiblichen Fortpflanzungssystems und sekundärer Geschlechtsmerkmale spielen.

Empfohlene Links:

– National Institute of Mental Health – Suizidprävention

– Crisis Text Line

– World Health Organization – Suizidprävention

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